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BRAUNWALD TOURISMUS
GABRIELA HEER

Produktmanager Braunwald Tourismus 
 

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Als wir Ihnen letztes Jahr in einem Telefongespräch unsere Idee der Durchquerung der Schweiz von Ost nach West vorstellten, haben Sie sofort sehr enthusiastisch reagiert. Das hat uns natürlich sehr gefreut, denn wir wussten nicht wie Ostschweizer darauf reagieren 😊... Was hat Ihnen dabei gefallen?
Spannend war, weil du genau zu einem richtigen Zeitpunkt gekommen bist. Wir hatten generell im Tourismus das Thema Trailrunning angesprochen, weil es im Glarnerland tolle Wege und Routen gibt, die sich für Trailrunning eignen, jedoch noch nicht als solche Routen ausgeschildert sind. Ein paar Tage nach unserer Besprechung kam deine Anfrage – das hat also gleich gepasst.
Zuerst konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass es Läufer gibt, welche die ganze Via Alpina rennen. Dass es sich tatsächlich um die ganze Via Alpina dreht und nicht nur um eine Etappe, gibt dem Rennen schon einen Wow-Effekt. Die Via Alpina läuft bei uns übrigens sehr gut, wir haben viele Wanderer, welche den Weitwanderweg laufen und bei uns übernachten. Hinzu kommt, dass wir mit diesem Rennen auch mit den anderen Regionen und Destinationen verbunden sind – somit ist es auch eine «Schweiz-Geschichte».

 

Wie werden die Einwohner von Braunwald auf dieses Ereignis reagieren, wenn plötzlich so viele Läuferinnen und Läufer vorbeikommen? Sind sie begeistert von dieser Art von Veranstaltungen?
Ich glaube, die Leute werden sehr gut reagieren. Die ersten Leute, die ich darüber informiert habe, waren sehr interessiert. Als ich ihnen sagte, dass die Läufer die ganze Via Alpina rennen, reagierten sie wie ich und meinten, dass es eine tolle Idee ist!
Vor 2 Jahren haben wir gemeinsam mit jungen Bergläufern einen Wettlauf/Berglauf auf der Strecke Linthal – Braunwald initiiert. Das ist eine sehr beliebte Trainingsstrecke von Hobby-Läufern und Bergsteigern, wo man 600 Höhenmetern auf kurze Distanz machen kann.Inzwischen haben wir sogar zwei Bergläufe hier, und beide sind beliebt. Daher denke ich, dass es sehr gut passt und sich die Einheimischen über dieses Spektakel freuen werden.

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Sie sagen, dass Braunwald bereits einige Läufe organisiert hat. Ist Braunwald an sich eine typische «Sport-Gemeinde»?
Weil wir in einer Landschaft leben, in der es ein Tal und hohe Berge gibt, ist es naheliegend, dass wir sehr viele Bergsteiger haben. Wir sind nicht die typische Trailrunner-Gemeinde, aber dieser Sport findet bei uns auch Aufschwung. Ich habe einige Bekannte, welche an Bergläufen mitmachen. Es sind eher Hobby-Läufer, doch es hat ein paar wenige, die das wettkampfmässig machen. Allerdings kenne ich niemanden, der die Via Alpina rennen würde (lacht).
 

Warum denken Sie, dass Crossing Switzerland und Braunwald so gut zusammenpassen?
Ich finde es passt richtig gut, weil Braunwald eine eher kleine Destination ist, und doch sind wir mittendrin: die Via Alpina durchquert uns – das ist für uns ein Privileg. Braunwald liegt auf knapp 1'300 Höhenmetern und ist sonst nur via Standseilbahn erschlossen, darum gefällt es mir, dass zuerst 600 Höhenmeter überwindet werden müssen, bis man überhaupt zu uns kommt. Das macht eigentlich ein bisschen das Crossing Switzerland aus: man geht über Pässe, man geht durch Täler, man muss Bergdörfer besteigen... Das haben wir gemeinsam.

 

Braunwald beherbergt ein Basislager, in dem die Läufer schlafen und eine warme Mahlzeit erhalten können. Basislager spielen eine zentrale Rolle für die Läufer. Oft bedeuten sie ein bisschen Komfort. War erhoffen Sie sich von dieser Rolle als Basecamp?
Für dieses Jahr bin ich sehr gespannt, wie es abläuft. Wir machen das zum ersten Mal und wir nehmen unsere Funktion den Läufern gegenüber sehr ernst. Das Basecamp ist unsere zentrale Rolle für dieses Jahr, die wir auch gut machen möchten. Wir sind es uns bewusst, wie wichtig es für die Läufer ist, und ich bin mir sicher, es kommt gut.
Ausserdem erhoffe ich mir, dass die Läufer auch Braunwald wahrnehmen, und dass es auch lokale Läufer dazu animiert, mitzumachen!

Die ganz spezielle Frage für den Schluss... Wir haben Fotos von Ihnen auf Berggipfel gesehen. Da keine Bergbahnen auf dem Bild zu sehen sind, nehmen wir an, dass Sie aktiv in den Bergen sind. Können wir Sie nächstes Jahr für Crossing Switzerland als Läuferin einladen?

Das geht nicht, ich muss das Basecamp leiten 😊 (lacht). Das ist meine Ausrede...Ich kenne mich mit dem Trailrunning gar nicht aus. Hingegen würde ich super gerne die Via Alpina wandern und einmal durchqueren. Bei Crossing Switzerland würde ich wahrscheinlich beim ersten Basecamp tot umfallen (lacht)... Nein, ich bin eher die Wanderin und Bergsteigerin.

- Léa Guirand - Paul van der Linden

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